Wer ich bin

Ich bin Mainzer. Hier geboren und aufgewachsen, hier verankert und verliebt – beseelt von dieser tollen Stadt.

Für mich ist es kein Widerspruch, mit dem Smartphone online zu sein und dennoch ganz analog Meenzer Gemütlichkeit und Frohsinn bei der Fastnacht oder auf dem Marktfrühstück zu genießen. Wenn eine Stadt stark genug ist ihren Charakter bei allen Veränderungen zu behalten, dann unser Mainz.

Am 27. Januar 1967 wurde ich in unserer schönen Stadt geboren. Ich wuchs als zweiter Sohn meiner Eltern in Mombach auf. Dort lebe ich heute noch, mit meinem Lebenspartner und unserem Hund zusammen. Nach der Schule und dem Abitur am Gonsbach-Gymnasium (heute Otto-Schott-Gymnasium) folgte der Zivildienst in der individuellen Betreuung von schwerstbehinderten Menschen. Mein politisches Interesse ist in einer Zeit entstanden, als viele Menschen – so auch ich – sich gegen die weitere Aufrüstung mit Raketen in Deutschland gestellt haben. „Schwerter zu Pflugscharen“. Ein Sinnspruch, den ich heute noch mit wichtigen Orientierungen verbinde, die mich sowohl zur SPD als auch zur Evangelischen Kirche geführt haben. Jura habe ich an der Johannes-Gutenberg-Universität studiert und nach zwei Staatsexamina meinen ersten Job in einem Landesministerium angetreten. Neben Studium und Beruf folgte bereits die Übernahme kommunalpolitischer Verantwortung. Sieben Jahre war ich Ortsvorsteher in meinem Heimatstadtteil Mainz-Mombach und auch dem Mainzer Stadtrat gehörte ich von 1999-2002 an. 2002 wurde ich zum Jugend- und Sozialdezernenten in Mainz gewählt, mein erstes hauptamtliches Mandat. Die Aufgaben wechselte ich 2006, als ich zum Staatssekretär im Bildungs-, später Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturministerium von Rheinland-Pfalz berufen wurde. Im Jahre 2012 wurde ich erstmals direkt zum Oberbürgermeister gewählt. Ein wunderbares und erfüllendes Amt, denn bei allen politischen Aus- und Einblicken:

Kommunalpolitik bleibt die „Königsdisziplin“. Ich liebe den unmittelbaren Kontakt mit den Menschen, das persönliche Gespräch, die Chance, immer wieder Vertrauen zu bilden. Und ich mag die pragmatische Ebene der Kommunalpolitik, wo weniger die Ideologie als die engagierten Menschen zählen.

Über das Ehrenamt soll nicht nur gesprochen werden. Auch ich übe Ehrenämter aus. Neben meiner Tätigkeit als Präsident des Verbandes Kommunaler Unternehmen in Deutschland und der Mitgliedschaft im Präsidium des Deutschen Städtetages, zähle ich insbesondere den Vorsitz im Kreisverband des DRK dazu.

Was war

Die vergangenen sieben Jahre in der ersten Amtszeit als Oberbürgermeister, waren eine Aufholjagd. Es waren Jahre des Aufbruchs und der Erneuerung. Vieles, was liegengeblieben ist, wurde angepackt; vieles, was stockte, entschieden. Inzwischen ist in der Stadt und im Stadtbild die Dynamik sichtbar und spürbar, beispielsweise beim Wohnungsbau, beim Klimaschutz und der Verbesserung der Luftqualität, bei öffentlichen Investitionen – die den öffentlichen Raum und das Zusammenleben in unserer Stadt verbessern – beim Ausbau des ÖPNV, bei wieder ausgeglichenen städtischen Haushalten, beim Ausbau der Kita-Plätze, beim wirtschaftlichen Erfolg und am Arbeitsmarkt – und nicht zuletzt beim unverwechselbaren #mainzgefühl.

Die kontinuierliche Anstrengung hat sich für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger gelohnt, auch, weil sie von politischen Partnerinnen und Partnern im Stadtvorstand und im Stadtrat ebenso wie von vielen engagierten Mainzerinnen und Mainzern unterstützt und getragen wurde.

Persönlich fühle ich mich, als hätte ich eine erste Halbzeit abgeschlossen. Vieles ist erreicht. Vieles wurde neu angeschoben und neu gedacht. Und gleichzeitig freue ich mich, wieder loslaufen zu dürfen für eine zweite Halbzeit. Neue Jahre mit neuen Herausforderungen, aber weiterhin mit einem verlässlichen Prinzip: der Stadt Richtung und Orientierung geben.

Digitalisierung, ein zunehmender regionaler Wettbewerb in einer wachsenden Region, der spürbare Klimawandel, eine älter werdende Gesellschaft: Die kommenden Jahre stellen uns neue Aufgaben. Der Wandel lässt sich nicht aufhalten. Aber er lässt sich gestalten. Dazu braucht er Richtung und Ziel.

Mein Ziel ist es, dass unsere Stadt lebenswert und liebenswert bleibt. Ich möchte weiter in einer Stadt leben, in der das Lebensgefühl positiv ist und Menschen, die zu uns kommen, gut integriert werden.

Eine Stadt, die ihre schönen Seiten und Orte pflegt und die weltoffen und tolerant bleibt. Eine Stadt, die den Klimaschutz ernst nimmt und in der wir gesund leben. Eine Stadt, in der sich Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung gleichberechtigt respektieren. Eine Stadt, die den Zusammenhalt fördert und in der Menschen in schwierigen Lebenslagen Unterstützung der Gemeinschaft erfahren. Eine Stadt, die eine starke Verwaltung und starke kommunalen Unternehmen hat, um die vor ihr liegenden Herausforderungen auch selbst steuern zu können.

Eine Stadt, die den Menschen im Wandel und in Zeiten eines schwierigen Wohnungsmarktes Sicherheit gibt, in Mainz zu bleiben, um gut leben zu können. Eine Stadt, die ihr kulturelles Erbe schätzt und pflegt.

Die kommenden Jahre werden andere sein. Ich werde verlässlich Kurs halten und dabei neue Impulse setzen. Meine Bewerbung bei den Mainzerinnen und Mainzern lautet nicht, nur darüber zu entscheiden, ob ich das Amt in den vergangenen Jahren ordentlich ausgeführt habe.

Ich möchte um Zustimmung werben, weil ich die Sicherheit geben will, dass unsere Stadt Mainz sich auch in den kommenden Jahren positiv entwickeln wird.

Die Dynamik und das Lebensgefühl dieser Stadt spornen mich weiter an!

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